Begrüßt symbolisch alle Nationalitäten in Lippe: Michael Wennemann, IHK Lippe.

Gut 3400 Ausbildungsverträge sind bei der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) verzeichnet. Rund fünf Prozent der Auszubildenden haben ausländische Wurzeln. Grund genug, sich die beruflichen Vorlieben der Auszubildenden aus der Türkei, Syrien, Afghanistan und Bangladesch näher anzuschauen. Die 47 türkischstämmigen Azubis finden sich in allen Branchen, zum Beispiel im Handel, im Logistikbereich und in der Metallbranche.

 

Der Beruf des Mechatronikers oder auch der Kauffrau für Büromanagement ist bei den syrischen Azubis beliebt. Das Kochen ist bei jungen Leuten aus Afghanistan und Bangladesch ebenfalls sehr angesagt. Neben der Ausbildung in der Gastronomie liegt hier das Interesse auch im Einzelhandel und in der Logistik. Die Integration von ausländischen Auszubildenden macht sich statistisch bemerkbar.

 

Tatsächlich ist jedoch nicht jeder mit einer anderen Nationalität auch automatisch ein Flüchtling. Es lässt sich aber ein Zuwachs aus Afghanistan, Syrien und Bangladesch feststellen. Zusammen machen sie einen Anteil von 24 Prozent der Gesamtzahl der ausländischen Auszubildenden aus. Die Integration ausländischer Jugendlicher in das duale Ausbildungssystem ist immer aktuell, nicht nur wegen des drohenden Fachkräftemangels.

 

Waren es 2017 noch 143 Auszubildende aus 42 Nationen, stehen 2018 bereits 180 angehende Facharbeiter aus 48 Nationen für Vielfältigkeit und eine vielversprechende Zukunft. IHK-Geschäftsführer Michael Wennemann freut sich über den Zuwachs und die zunehmende Integration. „Unsere Ausbildungsunternehmen ermöglichen diesen jungen Menschen eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Die Jugendlichen helfen wiederum aktiv mit, den Fachkräftebedarf zu decken und somit den Standort langfristig zu sichern.“

 


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