SchulausschussIn der Sitzung des Hauptausschusses am 19.03.2014 wurde bekannt gegeben, dass der Turnverein „Deutsche Eiche“ Reelkirchen von 1906 e.V. die Nutzung des Sportplatzes in Herrentrup zum 30.06.2014 vollständig aufgeben wird. Das hat der Verein schriftlich erklärt. Die Pflege und Unterhaltung des Sportplatzes und -hauses obliegt seit dem 01.07.2014 wieder der Stadt. Über die weitere Nutzung der Anlage ist nun zu entscheiden. Im Vorfeld hat die Verwaltung die Stellungnahmen der Ortsvorsteher der Ortsteile Herrentrup und Reelkirchen, des Stadtsportverbandes und vom TV Herrentrup hinsichtlich der weiteren Nutzung der Sportanlage eingeholt.

Der Ortsvorsteher des Ortsteiles Herrentrup, Reinhard Heilig, hatte darum gebeten, im weiteren Planungsprozess eingebunden zu werden. Mitte August 2014 hat es eine erste Sitzung der örtlichen Institutionen und Vereine zu der Thematik gegeben. Darin wurde folgendes festgehalten: „Alle Teilnehmer sind sich grundsätzlich einig, dass die Fläche nicht an Privatpersonen oder Firmen verkauft werden soll. Es soll versucht werden, die Fläche weiterhin im öffentlichen Zugriff zu halten. Grundsätzlich ist allen Teilnehmern klar, dass dies aus Sicht der Stadt Blomberg wegen der angespannten Haushaltslage kostenneutral geplant werden sollte. Des Weiteren besteht Einigkeit darüber, dass, egal zu welchen Lösungsansätzen man kommt, eine weitere Nutzung nur durch die Zusammenarbeit aller Involvierten sicher zu stellen ist. Damit ist insbesondere auch die Pflege und Instandhaltung gemeint. Dies durch nur „eine“ Institution realisieren zu wollen, gilt dauerhaft als nicht durchführbar.“ Reinhard Heilig wurde dann auch in die Sitzung eingeladen und durfte stellvertretend eine Stellungnahme abgeben:

„Wir haben uns in unserer ersten Sitzung klar für den Erhalt des Sportplatzes ausgesprochen. Aufgrund des Zeitfaktors sind wir jedoch noch nicht dazu gekommen, im Detail über eine neue Nutzungsmöglichkeit zu sprechen. Einen Verkauf halten wir zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Uns ist klar, dass wir hier viel Eigenleitung erbringen müssen – die Haushaltssituation ist uns durchaus bewusst. Wir bitten jedoch darum, uns einfach noch ein wenig Zeit zu geben, um ein Konzept für die Nutzung erarbeiten und vorlegen zu können. Wenn wir in einer folgenden Sitzung zu dem Schluss kommen, die Sache nicht realisieren zu können, dann steht einem Verkauf nichts im Wege.“

„Die Ausführungen klingen plausibel und Sie rennen bei mir offene Türen damit ein. Hier im Ausschuss wird wohl keiner etwas anderes sagen. Nun haben wir hier natürlich auch keine Finanzkompetenz. Dennoch, verkaufen kann man nur einmal.“, entgegnete Peter Hohenner (SPD).

Heilig untermauerte nochmals: „Wir wollen letztlich nur ein wenig Zeit haben, um ausführlich beraten zu können. Ärgern würde uns natürlich, wenn wir morgen in der Zeitung vom erfolgten Verkauf lesen müssten.“

Bürgermeister Geise wollte das nicht ganz stehen lassen und merkte an: „Ich muss hier mal auf die Zeitleiste aufmerksam machen, die Info ist bereits seit einem halben Jahr bekannt. Herrentrup hätte sich hier schon Gedanken machen können. Die Dorfgemeinschaft darf hier (bei der aktuellen Haushaltssituation) nicht auf die Hilfe der Stadt Blomberg hoffen, die Belastung muss allein getragen werden. Für das Grundstück haben wir bereits einen Interessenten. Klar wünschen wir uns hier viel Zeit zur Abwägung von Entscheidungen, ich kann jedoch nicht versprechen, das in der nächsten Woche (Sitzung der BIG) nicht schon eine Entscheidung getroffen wird.“

Jörg Malzahn (CDU) wollte wissen, seit wann bekannt ist, das es einen Käufer gäbe und bekam den Juni genannt. Dem Interessenten sei jedoch klar, dass die Gremien erst jetzt wieder tagen, die Sommerferien lagen bekanntlich dazwischen.

Reinhard Heilig wies die indirekten Vorwürfe zurück: „Das es einen möglichen Käufer gibt, ist bei mir erst viel später eingegangen. Auch wir hatten Sommerferien und für derartige Dinge benötigen wir einfach auch etwas Zeit.

Peter Hohenner verdeutlichte, dass hier kein Druck ausgeübt werden solle, es sich nur um einen Appell an die Dorfgemeinschaft handle, die Sache möglichst schnell voranzutreiben. Heilig wollte dem folgen und wurde von Bürgermeister Geise abschließend nochmals darauf hingewiesen, dass ein Konzept auch die Belastung und die Verbindlichkeit berücksichtigen müsse und letztlich auch ein Kaufpreis zu nennen sei.


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